GELENKARTHROSE

Unter Arthrose versteht man die unwiederbringliche Zerstörung des Gelenkknorpels, also der Gleitschicht der beiden sogenannten Gelenkpartner, wie dem Hüftkopf und der Hüftpfanne oder des Oberschenkels einerseits und dem Schienbeinkopf im Kniegelenk andererseits. Es gibt viele Ursachen für eine Arthrose: So kann eine nicht korrigierte oder nicht erkannte Fehlstellung von Gelenken teilweise noch vor dem zwanzigsten Lebensjahr zu Arthrose führen.

Früher betraf das häufig die sogenannte Hüftdysplasie, ein verkümmert ausgebildetes Hüftgelenk. Diese wird heute glücklicherweise durch die Ultraschalluntersuchung von Säuglingshüften früh erkannt und behandelt. Auch Knochenbrüche, die bis in ein Gelenk hineinreichen, führen nicht selten zu einem vorzeitigen “Verschleiß” der Gelenke.

Chronische Erkrankungen, insbesondere aus dem Bereich “Rheuma” gehen oft mit einer zunehmenden Zerstörung der Knorpelüberzüge an meist mehreren Gelenken einher. Typisch sind hier der Befall der Hände und dieser dann beidseitig.

Insgesamt gehören aber ca. 140 eigenständige Krankheiten zum “rheumatischen Formenkreis”, was das Erkennen einer rheumatischen Erkrankung oft schwierig macht.

Allerdings ist die häufigste Ursache für Arthrose die Abnutzung. Die jahrelange einseitige Belastung der Gelenke im Laufe eines Berufslebens, mit Zwangshaltungen oder dem Ausgesetztsein von Kälte und Feuchtigkeit. Aber auch die jahrelange Stoß- oder Scherbelastungen sowie immer wiederkehrende Verletzungen von Gelenken und Bändern beim Sport. Man denke nur an die Sprunggelenke von Fußballspielern. Am häufigsten Betroffen von der Gelenkarthrose sind das Hüft- und das Kniegelenk, es folgen Schulter- und Sprunggelenk.

Letztendlich steht am Ende jeder Arthrose der Gelenkersatz mittels künstlichem Gelenk. Da es sich aber hier um eine große Operation handelt, sollte dies die letzte Option sein.

In der Zeit davor sollte viel Wert auf das Beweglichhalten des Gelenks gelegt werden. Hier kann die manuelle Medizin unschätzbare Dienste leisten. Zu Beginn werden die betroffenen Gelenke häufig behandelt, um die Beweglichkeit zu erhalten. Im weiteren Verlauf der Behandlung sind dann oftmals nur noch Sitzungen einmal pro Monat und später einmal im Vierteljahr notwendig um die Beweglichkeit zu erhalten. Hier können oftmals die zuletzt notwendig werdenden Operationen über Jahre um nicht zu sagen Jahrzehnte hinausgeschoben werden.